1. In den Fällen der Drittschadensliquidation ist der Inhaber der verletzten Rechtsstellung grundsätzlich zur Aufrechnung gegenüber dem Schädiger berechtigt.
2. Das Aufrechnungsverbot des § 394 Satz 1 BGB in Verbindung mit § 850 Abs. 1 und 2, § 850c Abs. 1 ZPO kann auch dann bestehen, wenn die vergüteten Dienstleistungen
(§ 850 Abs. 2 ZPO) von einem freiberuflich Tätigen erbracht werden (Anschluss an BGH, Urteile vom 8. Dezember 1977 – II ZR 219/75, WM 1978, 109 und vom 5. Dezember 1985 – IX ZR 9/85, BGHZ 96, 324 sowie Beschluss vom 20. Mai 2015 – VII ZB 50/14, NJW-RR 2015, 1406).
(Amtliche Leitsätze des Gerichts)
